*21.08.1974 – † 

Friedrich von Borries

Prof. Dr. sowie Architektur- und Designtheoretiker, Kurator und Schriftsteller.

Werk und Leben

Friedrich von Borries war im Alter von 18 Jahren ein halbes Jahr Mitglied bei den Jungen Liberalen.[1] Er studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin, der ISA St. Luc Bruxelles sowie an der Universität Karlsruhe, wo er 2004 mit der Dissertation Markenstadt. Marketingstrategien im urbanen Raum bei Günther Uhlig promoviert wurde.[2] Die essayistisch verfasste Arbeit erschien im gleichen Jahr unter dem Titel Wer hat Angst vor Niketown?/ Who’s Afraid of Niketown?.

In der Zeit von 2001 bis 2003 unterrichtete er an der Technischen Universität Berlin, in den Jahren von 2002 bis 2005 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stiftung Bauhaus Dessau an Projektarbeiten beteiligt. Von 2003 bis 2009 betrieb er gemeinsam mit Matthias Böttger das Büro raumtaktik in Berlin, von 2009 bis 2022 leitete er in Berlin das Projektbüro Friedrich von Borries. Von 2007 bis 2008 war er als Gastwissenschaftler an der ETH Zürich und am MIT Cambridge sowie Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg tätig. Weiterhin war von Borries Research Fellow am Goldsmiths College in London. Von 2007 bis 2012 war er Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina.

2008 war von Borries gemeinsam mit Matthias Böttger Generalkommissar für den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig. Seit 2009 lehrt er als Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, seit 2022 leitet er mit dem Kommunikationsexperten Torsten Fremer die Initiative Vorstellungskraft X, die Unternehmen und Institutionen bei Transformationsprozessen begleitet. Für die Onlineausgabe der Kunstzeitschrift Monopol produziert Vorstellungskraft X den Podcast »Fantasiemuskel«, in dem sich Kunst und Wirtschaft produktiv begegnen.

Literatur

Notizen

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